Thüringen: Besoldungsgesetz § 64 Versorgungsrücklage

Thüringer Besoldungsgesetz

§ 64 Versorgungsrücklage

(1) Um die Versorgungsleistungen angesichts der demographischen Veränderungen und des
Anstiegs der Zahl der Versorgungsempfänger sicherzustellen, wird beim Land und bei den
Kommunen jeweils eine Versorgungsrücklage als Sondervermögen aus der Verminderung
der Besoldungs- und Versorgungsanpassungen nach Absatz 2 gebildet. Die Mittel der Sondervermögen dürfen nur zur Finanzierung künftiger Versorgungsausgaben verwendet werden. Damit soll zugleich das Besoldungs- und Versorgungsniveau in gleichmäßigen Schritten von durchschnittlich 0,2 v. H. abgesenkt werden.
(2) In der Zeit bis zum 31. Dezember 2017 werden die Anpassungen der Besoldung nach § 14 nach Absatz 1 Satz 3 vermindert. Der Unterschiedsbetrag gegenüber der nicht nach Satz 1 verminderten Anpassung wird den Sondervermögen zugeführt.
(3) Abweichend von Absatz 2 werden die auf den 30. Juni 2008 folgenden fünf allgemeinen
Anpassungen der Besoldung nicht vermindert. Die Überleitung der Beamten und Richter in
dieses Gesetz gilt als allgemeine Anpassung. Die auf vorangegangenen Anpassungen nach
Bundesrecht beruhenden weiteren Zuführungen an die Versorgungsrücklagen bleiben unberührt.
(4) Den Versorgungsrücklagen werden im Zeitraum nach Absatz 2 Satz 1 zusätzlich 50 v. H.
der Verminderung der Versorgungsausgaben durch § 69 e Abs. 3 und 4 Beamtenversorgungsgesetzes zugeführt.
(5) Das Nähere wird durch ein besonderes Gesetz geregelt.


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